Tabelle mit Verweisen

Die folgende Tabelle fasst die Erkenntnisse aus den beiden Arbeiten von Sarah Carbis und Beatrice Hodel zusammen und schafft den Bezug dazu, wie die Anforderungen in WordPress umgesetzt werden könnten.

StichwortInhaltRelevanz fürs Praxisprojekt / UmsetzungVerweis
AutorensucheEs ist schwierig, Autorinnen und Autoren zu finden, nur wenige sind bereit, Artikel zu schreiben aus Angst, sie wären zu wenig wissenschaftlich.Leser, die in sich ja ein Fachpublikum darstellen, können auf einer Seite Infos finden, die zumindest die Fragezeichen beseitigen. Zusätzlich kann man darauf mittels eines Werbebanners aufmerksam machen.Carbis 2014: 74-75
ThemenfindungAbgeleitet von Problem, Autorinnen und Autoren zu finden (da vielleicht keine Idee, worüber man schreiben könnte).Die Themenfindung kann verbessert werden über zusätzliche Informations- und Kommunikationskanäle.Carbis 2014: 74-75
Open Access oder BezahlschrankeAbgeleitet von Fragen zur Abogebühr. Soll Arbido digital ein Bezahlmodell einführen, z.B. eine Paywall oder Click per View?Umsetzen lässt sich alles. Es gibt Erweiterungen für eine Paywall. Gemäss Rainer Kuhlen haben aber vor allem wissenschaftliche Zeitschriften nach dem Open Access Modell Zukunft. Man könnte die Beiträge der aktuellen Ausgabe jedoch erst zeitverzögert aufschalten bzw. nur die Abstracts. Damit würde aber die Diskussion wieder etwas gebremst und der starke Feedback-Kanal geschwächt. Die Entscheidung liegt beim Vorstand.Carbis 2014: 62-65
Kuhlen 2014: 5min20s
https://www.ibi.hu-berlin.de/bbk/abstracts/ss14/kuhlen
Hodel 2014: 12
Interdisziplinäre AusrichtungSoll jedes Heft alle
Bereiche (ABD) gleichermassermassen abdecken? 71% Ja.
Die interdisziplinäre Ausrichtung kommt einer Online-Ausgabe entgegen, da dort auch andere Informationskanäle stattfinden können, z.B. Kurznachrichten. Die Zuordnung zu einzelnen Bereichen und auch die Filterung durch Leser geschehen über Kategorien bzw. über einzelne Seiten, auf denen nur Beiträge einer bestimmten Kategorie aufgeführt sind. Die Startseite kann trotzdem alle Beiträge enthalten.Carbis 2014: 67-68
Wie wird Arbido gelesen?Vorsondierung über AbstractsBei Wordpress ist es eine sinnvolle Gliederung, einen kurzen Lead zu schreiben und dann den Rest des Artikels über den Befehl More auf der Startseite auszublenden. Zudem lassen sich thematisch verwandte Beiträge verlinken. Das alles kommt diesem Leseverhalten entgegen. Die Entsprechung von Abstracts wären dann eigenständige Kurzbeiträge, die auf die vollständigen Beiträge verlinken. Carbis 2014: 69
SprachdiversitätDie Mehrheit liest auch zumindest das Abstract in der anderen Landessprache.Daher ist zu überlegen, inwieweit die Plattform nach Sprachen getrennt werden soll. Mit der Sprachenfrage hat sich das Praxisteam aber nicht befasst. Wordpress bietet hier mittels Erweiterungen verschiedene Möglichkeiten, auch wenn es anderen CMS in diesem Bereich unterlegen ist. Der Vorteil von digitalen Texten ist, dass man sie leicht über-setzen lassen kann, auch wenn Online-Übersetzungsdienste noch nicht so gut funktionieren.Carbis 2014: 70-73
VerbandskommunikationVon vielen Lesern wird diese in Arbido gewünscht. Die Vorstände sagen, diese gehören eher auf Websites der Verbände.Die Verbandskommunikation kann auch in/auf Arbido gespiegelt werden und mit den Verbandswebsites verlinkt werden. (Leser verzeihen Informationsdoubletten, da dies heutzutage normal ist (z.B. News-Ströme über das Internet tagsüber, die Tagesschau am Abend und am nächsten Morgen in der Tageszeitung). Carbis 2014: 76, 90
Weitere Rubriken
Farbe vs S/W
56% der Leser wünschen sich nebst ABD-Themen weitere Rubriken. Carbis schlägt Farben in der Printausgabe vor, um die ABD Bereiche darüber besser voneinander unterscheidbar zu machen.Über Kategorien lässt sich gut neue Rubriken einführen. Ebenso lässt sich darüber die Platzierung oder die Auszeichnung der Beiträge einer Rubrik bewerkstelligen (z.B. farbige Titel, Farbe je nach Zugehörigkeit). Zudem lässt sich auch noch eine andere Gefäss-Form (z.B. Kurzbei-trag) in Wordpress umsetzen.Carbis 2014: 77-78, 81
Abstracts zuerstDie Abstracts werden gelegentlich bis regelmässig gelesen.Der persönlichen Meinung von Sa-rah Carbis schliessen wir uns an: Abstracts gehören wie Leads an den Anfang. Abstracts können auch in Form von Kurztexten veröffentlicht werden, die auf den Volltext verlin-ken. Pressegeschichtlich hat das seinen Ursprung in der Nachrichten-übermittlung: Die Leitungen brachen oft zusammen. Es zieht sich durch alle Genres, dass in journalistischen Texten das Wichtigste am Anfang kommt. Handlungsempfehlung: Einen Styleguide für Autorinnen und Autoren erarbeiten, damit kein Lay-out-Wildwuchs entsteht. Abstracts eignen sich für jene, die wenig Zeit haben und deren Motto „Yes, we scan“ lautet.Carbis 2014: 82
Layout suboptimalZu wenig Bilder, Bleiwüsten!Im Prototypen gibt es einen Exkurs zum gekonnten Umgang Bildern. Bilder lassen sich in Wordpress gut integrieren, sogar als Titelbild. Allerdings können Titelbilder nur mit einem Trick mit einer Legende versehen werden.Carbis 2014: 83
Newsletter66% haben ihn abonniert, etliche kennen den Newsletter nichtEs gibt verschiedene Möglichkeiten, Newsletter zu realisieren, z.B. über ein Plug-In oder als externe Lösung. Am besten wird aber an der bestehenden Lösung festgehalten.
Man sollte stärker auf den Newsletter aufmerksam machen, z.B. über Werbebanner. Der Newsletter gewinnt mit einer Online-Ausgabe, da darin verschiedene Nachrichtenkanäle aufgegriffen werden können. Evtl. lässt er sich häufiger versenden und er ist nicht mehr so stark an die Erscheinungszeiten der Printausgabe gebunden.
Carbis 2014: 84-86
Hinweis für Werbeplatzierungen im NewsletterSarah Carbis meint, die Werbekunden sollten nicht über den Newsletter angesprochen werden. Das Projektteam gibt ihr Recht. Das wirkt nicht besonders professionell. Es ist besser auf der (neuen) Arbido-Website eine Information für Anzeigekunden zu platzieren.
Twitter-Stream und Social Media Buttons können eingebunden werden. Es gilt, sich zu fragen, welche Inhalte allenfalls in Twitter-Streams von Arbido einfliessen sollen, im Vergleich zu jenen, die in den Newsletter einfliessen, dieselben oder andere (z.B. Kurzmitteilungen oder Denkanstösse & Trends)?
Carbis 2014: 86
Social Media46% denken, dass Social Media wichtiges Marketing und Kommunikationsmittel darstellt.Twitter-Stream einbinden und Social Share Buttons aber solche, bei denen Datenschutz gewährleistet ist: 2 Click Social Media Buttons. Frage: Welche Inhalte sollen allenfalls in Twitter-Stream von Arbido einfliessen im Vergleich zu jenen, die in Newsletter einfliessen? Dieselben oder andere (z.B. Kurzmitteilungen oder Denkanstösse & Trends)?Carbis 2014: 88
Layout des NewslettersÜber die Hälfte der Befragten hält das Layout des Newsletters für ungenügend.Newsletter können mittels CSS (Cascade Style Sheets) ans Corpo-rate Design der Website angepasst werden. Einmal erstellt, kann diese Vorlage dann für weitere Newsletter verwendet werden. Gestalterische Vorschläge für die Website von Arbido wird das Projektteam nicht ausarbeiten.Carbis 2014: 95
Aufmerksamkeit erzeugenNur 48% der Befragten geben an, die Website von Arbido zu kennen.Wird Arbido auch als Zeitschrift digital umgesetzt (z.B. in Ergänzung zur Printausgabe), so muss darauf in den Printausgaben aufmerksam gemacht werden.Carbis 2014: 96
Gründe für Besuch der WebsiteGründe für den Besuch:
Um das Archiv von Arbido oder jenes des Newsletters zu nutzen, Stelleninserate zu suchen, sich für den Newsletter anzumelden, Information zum Abonnement, Kontaktinformation der Redaktion oder zur Information über den Redaktionsschluss von Print und Newsletter.
Diese Nutzungsmöglichkeiten sollen auch bei der neuen Version einer Web-Plattform genutzt werden können. Vom Archiv abgesehen könnten die meisten dieser Informationsbedürfnisse unter dem Punkt "Über Arbido" aufgeführt werden.Carbis 2014: 96
Volltextsuche Sarah Carbis vertritt die Meinung, dass es wichtig ist, eine Volltextsuche zu integrieren und alle Artikel zurück bis 2000 frei geschaltet werden.Diese Meinung bezüglich der Volltextsuche wird vom Projektteam unterstützt. Werden die Beiträge über den Editor in die Datenbank eingespiesen, so steht auch eine Volltextsuche zur Verfügung. Zudem greifen auch Suchmaschinen darauf zurück und über ein entsprechendes Plug-In lassen sich Suchmaschine-freundliche Kurztexte ergänzen, was insgesamt die Reichweite von Arbido online vergrössert. Mit der Ergänzung um alle Beiträge bis ins Jahr 2000, würde eine Online-Plattform als Informationsressource sogar noch dazu gewinnen. Urs Naegeli hat erst kürzlich auf Facebook auf die bereits bestehende Möglichkeit zurückgegriffen. Carbis 2014: 98-99
Rückgriff von Urs Naegeli
Urs Naegeli's Rückgriff auf www.arbido.ch | Screenshot: Matthias Giger | Quelle: Facebook.com

Urs Naegeli's Rückgriff auf www.arbido.ch | Screenshot: Matthias Giger | Quelle: Facebook.com


Link des Rückgriffs: http://www.arbido.ch/de/artikel_detail.php?m=1&id=794
Die Printausgabe nach wie vor gewünscht.40% der Befragten wünschen sich nach wie vor eine Printausgabe von Arbido.

Digitale Ausgaben sind meist Parallelausgaben der gedruckten Zeitschriften (PDFs mit derselben statischen Struktur und dem-selben Layout).
Langfristiges Ziel sollte es sein, die Zahl der Printausgaben zu senken. Für Archivierungszwecke kann es sinnvoll sein, die Printausgabe noch weiterzuführen. Denn die Archivierung ganzer Websites ist nicht so einfach zu bewerkstelligen, weil unter Umständen die Abspielgeräte bzw. Software (z.B. Browser) mit archiviert werden müssen. Die Langzeitarchivierung ist ein Nachteil digitaler Medien, dafür sind sie weit platzsparender archivierbar.
Nebst der Online-Ausgabe liesse sich parallel auch eine E-Paper-Ausgabe führen. Dabei müsste nicht das gesamte System archiviert wer-den bzw. nicht die Datenbank, sondern einfach die PDFs. Zudem könnten Abonnenten auch die aktuelle Ausgabe als E-Paper erhalten, während die aktuellen Beiträge erst später auf der Online-Plattform er-scheinen. Es ist jedoch kein digitales Konzept, einfach PDFs online zu stellen, da damit gewisse Vorteile nicht zum Tragen kommen. (Zum Beispiel die Volltextsuche über mehrere Ausgaben hinweg oder Möglichkeit, Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt zu ergänzen.)
Carbis 2014: 100
Hodel 2014: 7
Hodel 2014: 47
Geschichte von ArbidoSarah Carbis findet, dass die Geschichte von Arbido auf der Webseite nachzulesen sein sollte.Die Geschichte von Arbido liesse sich am besten unter einem Navigationspunkt "Über Arbido" festhalten. Carbis 2014: 102
Peer ReviewDas Peer Review ist ein Mittel zur Qualitätssicherung der Inhalte von Fachzeitschriften. Mit Erweiterungen (z.B. Post For-king) können Entwürfe kopiert werden. Darin lassen sich dann beliebige Änderungen vornehmen. Bevor diese übernommen werden, kann man sich die beiden Versionen nebeneinander anzeigen lassen. Die Änderungen sind farblich hervor gehoben. Die Beiträge lassen sich dann entweder automatisch zusammenführen oder manuell. Hinzu kommt, dass Änderungen in beiden Versionen jeweils in Echtzeit sichtbar werden. Autor und Reviewer können also gleichzeitig und ortsunabhängig voneinander Änderungen vornehmen.Hodel 2014: 9
KommentareKommentar-Funktionen werden selten genutzt, meist laufen diese über informelle Kanäle.Solche Kanäle, z.B. ein Forum lässt sich in Wordpress ebenfalls einsetzen und so werden Querverweise möglich. Wordpress kann auch an soziale Medien angebunden werden. Hodel 2014: 10
Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und PraxisWissensaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis sei gestört und sollte vermehrt zum Tragen kommen. Dank der dynamischen Form (Kommentar-Funktion, editierbare Beiträge, Forum, Twitter-Feeds), kann eine Online-Plattform wie Arbido eine Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Praxis sein, zumal die Leserschaft von Arbido vor allem in der Praxis zuhause ist. So wird die Stimme der Praxis sichtbarer als in Form einer Printzeitschrift, da die Beiträge auch über Suchmaschinen gefunden werden können oder grundsätzlich auch für auf Text Mining basierende Analysen genutzt werden könnten. Hodel 2014: 11, 16
Autor KurzporträtAm Ende des Artikels empfiehlt Sarah Carbis ein Kurzporträt der Autorin oder des Autoren zu veröffentlichten.Mittels Erweiterungen können solche Autoren-Porträts automatisch hinzugefügt werden. Das bringt dem Leser Transparenz und verweist auf weitere Beiträge der Autorin oder des Autoren. Diese können selbst entscheiden, was und wie viel sie von sich preisgeben. Es dann auch der eigenen Vernetzung der Autoren dienen, da sich Social Media Profile verlinken lassen.Carbis 2014: 22
DOI und CC AngabenArtikel, die in Fachzeitschriften von Grossverlagen publiziert werden, durchlaufen ein Peer-Review-Verfahren und werden mit einem Digital Object Identifier (DOI) versehen.DOI und Copyright Angaben lassen sich mit Erweiterungen für Word-press umsetzen. Allerdings wurden diese beiden Möglichkeiten nicht mehr evaluiert.Hodel 2014: 48
Arbido als Brückenbauerin zwischen Praxis und WissenschaftAls Verbandszeitschrift mit vielen Lesern aus der Praxis könnte Arbido eine Brückenbauerin zwischen der Praxis und der Wissenschaft sein.Das Projektteam unterstützt diese Ansicht und möchte ergänzen, dass dies besonders der Fall ist, wenn Arbido auch als Online-Plattform umgesetzt wird. Hodel 2014: 49

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